Grillen ist Frauensache

Geröstete Paprika

Geröstete Paprika

Zum Start dieses Blogs, Klischee lass nach, grille ich erst mal Gemüse. Aber wenn mir im Gemüseladen ein Berg Paprika billig in den Schoß fällt, lege ich nicht die Hände in denselben, sondern lieber diese schönen Früchtchen auf den Grill, denn das ist das Beste, was einer roten Paprika so passieren kann.
rote Spitzpaprika

Geröstete Paprika sind super vielseitig, deswegen lohnt es sich, wenn der Grill heiß ist, davon gleich ein paar mehr zu rösten. Dafür müsst ihr die bunten Dinger nicht mal waschen, sie werden ja schließlich sowieso geschält. Wichtig ist nur, dass das Äußere wirklich schwarz wird  – nur so entfalten sie ihren vollen Geschmack, und lassen sich dann auch besser häuten. Beim Grillen, das versteht sich von selbst, solltet ihr die Paprika ein- oder zweimal wenden, damit sie rundum kräftig anrösten.

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In vielen Rezepten kann man lesen, man solle die gerösteten Paprika dann in einer Papiertüte „dampfen“ lassen – brandheißer Grilltussi-Tipp: Macht das nicht!

Und wieso nicht? Es läuft eine Menge Saft aus den Paprika. Zum einen gibt das eine Riesenschweinerei, zum anderen kann man den bei Aktionen wie dem Einlegen von Paprika noch gut weiter verwenden… ich befördere meine gerösteten Paprika in einen Topf mit einem gut schließenden Deckel. Alternativ könnt ihr auch eine Schüssel nehmen und dicht mit Frischhaltefolie verschließen. Und jetzt lasst ihr die Paprika einfach abkühlen.

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Wenn die Paprika kalt genug sind, um sie mit den Händen anzufassen, könnt ihr sie häuten (und dabei auch die Kerne rausstreichen). Das macht ordentlich dunkle Fingerkuppen. Falls ihr euch ganz tussimäßig nicht die Maniküre ruinieren möchtet, nehmt ihr dafür am besten Einmalhandschuhe, wie diese sehr aparten violetten hier – die sind doch voll der Hingucker! (Snag it, bag it and tag it…)

Macht das über einer Schüssel, dann könnt ihr den Paprikasaft besser auffangen. Und nach einer Weile habt ihr einen großen Berg Paprikaschalen und -kerne, und einen etwas kleineren mit Paprika“filets“. Die könnt ihr einfach so essen, vielleicht mit ein bisschen Sherryessig und Salz besprenkelt; sie lassen sich aber auch bestens einlegen, mit Essig oder Öl, und zu Pasten verarbeiten, in Nudelsaucen benutzen, in Lasagne schichten… ihr großartiges Grillaroma macht sie zu einem fantastischen Geschmackslieferanten.

Aus diesem Batch haben wir mit Essig eingelegte Paprika gemacht, und eine ganz fabelhafte Röstpaprikabutter – die bestens zu gegrilltem Fleisch schmeckt!



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